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Die Verhandlung in dem Prozess gegen einen Olympia-Trainer ist nicht öffentlich.

Die Verhandlung in dem Prozess gegen einen Olympia-Trainer ist nicht öffentlich. (Foto: Archivfoto)

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Prozess gegen Olympia-Trainer auf 10. September vertagt

Prozess

dpa (red@fla.de)

fre, 17. aug 2012, 18:49

KIEL. Der Prozess gegen einen Olympia-Schwimmtrainer ist am Freitag vor dem Kieler Amtsgericht auf den 10. September vertagt worden.

Das teilte Verteidigerin Annette Marberth-Kubicki am Ende des dritten Verhandlungstages vor dem Gericht mit.

Der Schwimmtrainer muss sich vor dem Schöffengericht wegen Missbrauchs einer jungen Kieler Sportlerin in 18 Fällen verantworten.

Laut Anklage verging er sich von 2004 bis 2006 an der jungen Schwimmerin. Die Verhandlung ist nicht öffentlich. Es blieb unklar, ob es am 10. September zu Plädoyers und Urteil kommt oder ob die Verteidigung weitere Beweisanträge stellen wird.

Marberth-Kubicki, die der Angeklagte überraschend am zweiten Verhandlungstag als Wahlverteidigerin hinzugezogen hatte, betonte am Ende des Verfahrenstages:

»Ziel der Verteidigung ist, die Unschuld unseres Mandanten zu beweisen. Wir bleiben dabei mit allem Nachdruck.«

Zuvor waren 18 Beweisanträge der Verteidigung vom Gericht abgelehnt worden.

Zum ersten sexuellen Übergriff des Trainers kam es laut Anklage 2004 bei einem gemeinsamen Urlaub auf Kreta. Die junge Frau, die in dem Verfahren auch Nebenklägerin ist, hatte 2009 Strafanzeige gestellt. Sie und zwei ihrer Freundinnen waren an den ersten beiden Verhandlungstagen über Stunden vom Schöffengericht angehört worden. Eine der beiden Zeuginnen war auch mit dem Trainer liiert. Über den Inhalt der Aussagen wurde nichts bekannt.

Staatsanwältin Veronika Stoltz-Uhlig hatte zu Prozessbeginn intimste Details der mutmaßlichen sexuellen Übergriffe des deutlich älteren Mannes auf die junge Frau geschildert.

Demnach steigerte der Mann seine sexuellen Ansprüche an die noch unerfahrene damals 16-jährige Heranwachsende zunehmend - offenbar gegen ihren Willen.

Beim ersten sexuellen Übergriffen soll das mutmaßliche Opfer betrunken gewesen sein. Sie habe die Handlungen weitgehend passiv über sich ergehen lassen, sagte die Staatsanwältin.

Bei späteren Übergriffen - etwa im Wald und in der Wohnung des Angeklagten - zeigte die junge Frau laut Anklage Schmerzen und weinte.

»Was er auch registrierte«, und dennoch weitermachte, so die Anklage.

Das mutmaßliche Opfer war seit 2000 in der Betreuung des Olympia-Trainers. In der Zeit, in der zu den Übergriffen gekommen sein soll, trainierte er die junge Frau neunmal pro Woche, hieß es in der Anklage. Er reglementierte auch außerhalb des Trainings das Verhalten der jungen Sportlerin. Die Eltern vertrauten ihm.

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